Plakat Kopie
St. Hubertus Schützenbruderschaft Bahnhof Reken e. V.

Vogelstange

Alte Vogelstange:

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Wälzt man die Vorstandsprotokolle der 60er Jahre, so lesen sich die Vogelstange betreffenden Passagen äußerst spannend. Waren die Schützenfestmontage mit Vogelschuss der ersten Jahre in Üllenbergs Büschken durch Schusssalven aus mehreren Flinten nebeneinander geprägt, so dass die Lokalisierung des Königsschusses unter Umständen auch schwierig sein konnte, so war dies der Staatsgewalt aus Sicherheitsgründen schon bald ein Dorn im Auge.

Dies rief den damaligen Vorstand in Gestalt von Heinz Winking und weiteren Mitgliedern einerseits, und den Dorfwachtmeister Röhlich und die Kreispolizei andererseits auf den Plan. Sogar ein neutraler Gutachter in Gestalt des Waffenkundigen Sajovec aus Coesfeld wurde eingeschaltet. Eine heftige Diskussion mit leidenschaftlichen Äußerungen sind im damaligen Protokollen nachzulesen.

Letztendlich siegte aber die Besonnenheit in Form einer Kompromisslösung, auf die sich beide Seiten einigen konnten. Eine Gewehrhalterung mit jedoch noch Bewegungsmöglichkeit wurde eingesetzt. Auch ein Kugelfang wurde eingerichtet. Jahre später, nämlich 1981 entschloss sich der Verein zum Bau eines mobilen Kugelfangs aus einem ausgedienten Bauaufzug. Die Arbeiten hierzu wurden in Eigenregie ausgeführt. Es handelt sich hierbei um eine beachtliche Leistung, hat diese mobile Vogelstange die Zeit bis heute überdauert.

Neue Vogelstange:

Vogelstange

 

Schützenfeste haben eine große Bedeutung im dörflichen Leben. Das bewies die große Anteilnahme der Bevölkerung bei der offiziellen Übergabe der neuen Vogenstange am 21.05.2007.
Die Vogelstange wurde durch Pfarrer Dirk Fleischer und Pater Mario Eingesegnet.
Pater Mario ist an diesem Tag auch zum offiziellen Präses der Schützenbruderschaft Bahnhof Reken ernannt worden.
Die neue Vogelstange ist ein Gemeinschaftsprodukt aller fünf Schützenvereine in Reken, darauf ist der Bürgermeister Heiner Seier besonders stolz wie er in seiner Ansprache betonte.
Ohne Sponsor wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. Die SpaDaKa Reken übernahm diesen Part.
Beim Festakt wurde die neue Anlage probeweise ausgefahren, genau wie die alte. Nur für die alte mobile Stange wurden zwei Mann zum Kurbeln benötigt, bei der Neuanschaffung beförderte ein Finger, der den entsprechenden Knopf drückte, den Auffangschirm in eine Höhe von neuneinhalb Metern. Und auch bei der Bauzeit wurden große Unterschiede deutlich. Die alte war in drei Monaten fertig, die neue brauchte wegen ausgeklügelter Sicherheitsbestimmungen und der Technik drei Jahre bis zur Lieferung. So wurde denn auch das Vogelschießen beim Wettbewerb der Ortsteile um einen Anker Bier auf der alten Anlage veranstaltet, denn eine kleine Unterschrift, die die Sicherheit der neuen Anlage bescheinigte, fehlte noch. Den Gerstensaft hatte der Festwirt gestiftet.

 

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